Das Heizen einer Wohnung ist an und für sich eine recht triviale Sache für den einfachen Mieter. Im Normalfall gibt es eine Möglichkeit die Heizung anzustellen. Und dann noch zu regeln- aber das geht vermutlich zu tief in die Materie.
Verlässt man nun aber seine Wohnung für eine etwas längere Zeit, so bietet es sich mitunter an die Heizung aus zu stellen. Dies geschieht meist über den gleichen Schalter und sollte ebenfalls relativ trivial sein.
Lustig wird es dann, wenn man wiederkommt. Hier mag es vorkommen, dass in der Wohnung – ohne, dass es eine große Überraschung ist – nur noch ca. 12°C sind. Die übliche Aktion dagegen wäre nun die Heizung wieder an zu stellen. Sollte das aus irgendwelchen ungeklärten Ursachen nicht klappen, hier ein paar Tipps:
- Heizung im Nebenraum anstellen. Höher als normal drehen, und immer schön Luft durch die Verbindungstür wedeln. Pusten hilft auch! (12,5°C)
- Wasser kochen. Das kochende Wasser ein paar Minuten weiter kochen lassen, dann Tee machen. (13°C, eine Kanne Tee)
- Kaffee kochen. Auf dem Herd natürlich. (13,5°C, eine Kanne Tee, eine Tasse Kaffee)
- Kartoffeln kochen. Gekochte Kartoffeln kann man immer gebrauchen. Man kann sie braten, Kartoffelsalat machen, Bratkartoffeln machen, kalt essen, oder in der Pfanne erhitzen. (14,5°C, eine Kanne Tee, eine Tasse Kaffee [getrunken], gekochte Kartoffeln)
Sonst wäre da noch zu nennen (alte Erfahrungswerte)
- Desktop-PC laufen lassen und und höchster Last die Primfaktoren der Zahlen von eins bis .. (Zahl bei Temperatur == gewünschte Temperatur) ausrechnen lassen.
- Leute einladen. Schon mit 6 Leuten in einem Zimmer konnte ich die Temperatur bereits von 18°C auf 21°C erhöhen.
- Kerzen anzünden. Wie bekannt ist strahlen Kerzen ein besonders warmes Licht aus. Hilft aber vermutlich nur psychisch..
Und zu guter Letzt noch die theoretischen Elemente
- Kühlschrank stärker kühlen lassen. Normale Kühlschränke blasen die Abwärme ins Zimmer. Netter Nebeneffekt: Lebensmittel halten länger, das Wasser kann man lutschen, und alkoholische Getränke konzentrieren ihren Alkoholanteil in der flüssigen Phase an*
- Met brauen – durch die alkoholische Gärung entsteht Wärme. Nur ob der Unterschied messbar ist ist vielleicht in Frage zu stellen…
Für den Fall, dass der Gärvorgang abgeschlossen ist, und einem immernoch kalt ist, kann man übrigens auch probieren aus dem Met noch Honigessig zu machen!
- Toast toasten. Für den kleinen Hunger bei der ganzen Arbeit, die Wohnung warm zu kriegen.
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*Laut dem Buch ”Schnapsbrennen als Hobby” (Bettina Malle und Helge Schmickl) haben so die östlicheren Staaten in Europa(Russland, aber auch schon Polen bspw.) statt per Destillation früher Hochprozentigen produziert.

