20:19
Aufgrund eines näher rückenden Ereignisses, zu dem ich eingeladen bin, gilt es wieder einmal die Frage zu klären, wann es effektiv ist sich auf den Weg zu begeben.
Interessanterweise kann man dabei durchaus helfende Schlussfolgerungen ziehen, die sicherlich in der ein oder anderen Lage durchaus hilfreich sind.
Der Punkt an der ganzen Sache ist nämlich, dass es unglaublich wichtig ist, den richtigen Zeitpunkt zum losgehen/fahren zu erwischen. Nehmen wir mal als Beispiel mich:
Ich komme im Prinzip immer eine halbe Stunde zu spät. Das ist Tatsache, und ich erwarte im Prinzip schon fast, dass andere das von mir erwarten.
Dies bedeutet wiederrum, dass ich, wenn ich um 20:00 Uhr eingeladen bin, statistisch gesehen erst um 20:30 Uhr eintreffen muss, um pünktlich zu sein. Aufgrund der Tatsache, dass ich noch jemanden mitnehmen können müsste, gibt es einen zusätzlichen 15 Minütigen Bonus, der den Fünf-Minuten-Umweg ausgleicht, den mich die Aktion fordert. Damit wäre die pünktliche Ankommenszeit bei 20:45 Uhr. Rechnet man nun eine Fahrzeit von ca. 30 Minuten, so würde es bedeuten, dass ich 20:15 Uhr losfahren müsste.
Viele werden nun sagen, da ist ein Denkfehler drin (wie es auch Elfchen schon gut anmerkte). Sie behaupten, dass, wenn ich weiß, dass ich zu spät komme, ich logischerweise früher losfahren soll.
Das ist jedoch schlicht und weg falsch.
Denn wenn ich nun früher losfahren würde, sagen wir 45 Minuten, um die 45 Minuten zu spät kommen auszugleichen, so würde dies bedeuten, dass ich ich um 19:15 losfahren müsste, obwohl ich genau weiß, dass ich 45 Minuten zu spät komme und damit erst um 20:45 Uhr am Ziel bin. Da die Strecke sich nicht ändert, und vermutlich bis auf ein paar statistische Anomalien (durch Ampeln bedingt) auch immernoch die oben genannten 30 Minuten Fahrzeit erfordert, ensteht zwischen der Startzeit von 19:15 Uhr und der Ankunfstzeit von 20:45 Uhr nun eine Zeitdifferenz von 1:30 Stunde.
Davon sind wie gesagt 30 Minuten Fahrzeit, was eine komplette Stunde übrig lässt, deren Ablauf bisher ungeklärt ist. Daraus lässt sich schließen, dass man irgendwo auf der Strecke eine Stunde lang aufgehalten werden wird, was sicherlich eine zu vermeidende Situation ist, vor allem, wenn man die Konsequenzen betrachtet, dass es sich möglicherweise seitens der Logik als nötig erweisen könnte, dies durch einen Unfall zu provozieren.
Deshalb empfiehlt es sich also nun, so los zu fahren, dass man pünktlich die vorher angenommene Zeit zu spät kommt, denn dann bleibt einem einfach nicht die Zeit, sich zwischendurch durch sonstwie geartete Dinge aufhalten zu lassen.
Gefährlich ist es jedoch auch, wenn man den Zeitpunkt verpasst, an dem man hätte losfahren sollen. Da dies ein späteres ankommen als erwartet bedeutet, dehnt man damit die Zeit, die man beim nächsten mal zu spät kommen muss, um pünktlich zu sein, so dass es bei zu exzessiver zu spät Kommerei dazu komme kann, dass man irgendwann erst dann ankommt, wenn alle anderen schon wieder gelaufen sind, d.h. die Party gelaufen ist.
In so fern ist das sich rechtzeitig auf den Weg begeben eine hohe Kunst, die auch zur der Zeit von schnellen und effizienten Rechenmethoden und -geräten noch nicht vollständig erforscht ist, und somit nur von den wenigsten Menschen effizient berherrscht wird.
Also, man sieht sich!*
*wartet nicht auf mich
3 Reaktionen zu “Die Theorie des pünktlichen zu spät Kommens”
mindsskype
Kommentar verfasst am 5. Juni 2008 um 20:47 Uhr
PERfekt (vers)!^^
Ari
Kommentar verfasst am 5. Juni 2008 um 20:53 Uhr
ich wusste doch schon immer, dass du durchgeknallt bist^^
Warlord
Kommentar verfasst am 5. Juni 2008 um 23:16 Uhr
Erklär das mal bitte meinem Chef