Heute, zurück in Aachen, lagen/standen hier noch drei Lampen herum, die alle noch an ihren Platz mussten. Eine war so weit fertig, und soll auf den Schreibtisch. Dies wäre das einfachste von allen, wenn denn dort eine Steckdose frei wäre. Also war es unmöglich, sie “aufzubauen”. Dann war da eine Lampe bei, die an der Decke montiert werden musste. Da dabei Bohren von Bedeutung ist, hielt ich das an einem Sonntag Abend um kurz nach 22 Uhr nicht für ratsam. Blieb Lampe Nummer drei übrig, eine Stehlampe fürs Wohnzimmer. Man sollte meinen, dass es nicht sonderlich schwer ist, vor allem doch für einen geübten Maschinenbauer, so ein Lämpchen zusammen zu bauen.
Nach fünf Minuten Kampf mit der Verpackung, einem Messer, und einem Haufen zerrissener Pappe hielt ich dann die Bauanleitung in der Hand. Die Meinung “einfach” relativierte sich zu diesem Zeitpunkt zu “machbar”. Immerhin waren die Schritt von 1 bis x durchnummeriert.
Also, die Zeit drängt, es war schon was später, schnell anfangen. War ganz einfach, das hier herein schrauben, diese Mutter dort anziehen, und ersten Teil geschafft. D.h. den, wo die eins dran steht. Auf die Anleitung geguckt, wie geht es weiter.. der Teil, von dem ich ausging, dass er als nächstes dran sei, erwies sich dann aber als widerspenstig. Denn hier war ein Kabel, welches durch den Schritt eins schon befestigt war, noch viel zu lang. Hier dämmerte mir, dass die Buchstaben vielleicht nicht wie allgemein auf Konstruktionszeichnungen üblich (zu meiner Verteidigung) Detailzeichnungen waren (A war dummerweise echt Eine), sondern die Reihenfolge angaben. Und die Zahlen waren die Reihenfolge der Schritte, die man als Unterpunkte des Buchstaben erledigen musste. Bis auf bei Schritt D1, hier waren die Unterpunkte mit kleinen lateinischen Buchstaben durch”nummeriert”. Warum, weiß sicherlich keiner.
Nun gut, also alles wieder auseinander und an der anderen Stelle anfangen. Klappt. Nun zur nächsten Stelle. Hm.. passt nicht.. Kabel zu lang. Nochmal alles auseinander (es wehrte sich bereits heftig, zwei Stangen parallel und an beiden Seiten festgeschraubt können tierisch verkanten). Und wieder zusammen. Jetzt klappte alles. Oben mussten die Stangen dann mit einem extrem dünnen Inbusschlüssel festgeschraubt werden. Dummerweise ging ich davon aus, dass ich so etwas nicht habe, und habe mir mit einem Schraubenzieher ausgeholfen. Half aber nicht so aus, wie geplant. Dann habe ich doch noch den entsprechenden Inbus gefunden, und das Ding saß fest.
Netterweise kam danach die Lampe. Im Paket war ein kleines Pappschächtelchen gewesen, von dem ich ausging, dass es die Lampe enthielt. Tat es auch. Und einen langen, extrem dünnen – Inbusschlüssel…
Nun gut, es waren mittlerweile statt der geplanten 5 Minuten schon 45 vergangen, ich musste also vorwärts kommen. Der Rest war dann fast einfach, wenn man davon absieht, dass die Unterlegplättchen auf der Anleitung zwei pro Schraube waren, aber in real so dicht zusammen klebten, dass ich eine ganze Weile braucht um zu realisieren, dass ich nicht noch irgendwelche Pappschächtelchen durchwühlen muss. Nett auch die Anleitung zum Zusammenbau des Seitenstrahlers – der schon zusammengebaut war. Und nicht zu vergessen die Tatsache, dass die Lampe genau die Höhe hat, in der sie sich den Platz mit der Gardinenstange streitig macht.
Aber gut man kann nicht alles haben. Schließlich läufts jetzt wenigens. Ärgerlich nur, dass ich erst Freitag gesaugt habe, und irgendein Depp meinte so Lampen kann man super in Styropor* verpacken.
Nachtrag: Ich frag mich gerade noch, warum ich die Lampe (den Deckenstrahler) gerade in die Ecke stellen musste, in der mal irgendwann ein Wasserschaden war..
…throws his shadow on the floor
[Edgar Allan Poe, The Raven]
*: Operas Rechtschreibkorrektur ist genial: Der schlägt mir statt Styropor doch glatt Polystyrol vor
Keine Reaktion zu “And the lamp-light o’er him streaming…”