Vor circa drei Monaten war mal wieder eine Ladung Met sechs Monate alt, so dass ich mich entschloss, diese in nächster Zeit in Flaschen zu füllen. Vor circa einem Monaten habe ich den Plan in die Tat umgesetzt. Dabei war das alles die übliche Prozedur, schwefeln, in Flaschen füllen, abwarten bis sich der Schmodder gesetzt hat, dekantieren und zuletzt filtern.
Gestern dachte ich dann, ich könnte vielleicht eine dieser Flaschen mit zu einem Geburtstag nehmen. Also den Schrank geöffnet und etwas misstrauisch auf die komische sehr kleine weiße Schaumkrone geguckt, die seelenruhig ihre Runden auf dem Met drehte. Da ich schon schlimmstes befürchtete habe ich die Flasche also vorsichtig aufgemacht, und erstmal eine Dicke Ladung CO2 abgekriegt. Und Schaum.
Anscheinend hat diese komische Hefe den Schwefel, das erwärmen beim Untermischen weiteren Honigs und das Einsperren in Flaschen gut überstanden, und weiter gegärt. Und offensichtlich kann man schon in einfachen Weinflaschen extrem große Mengen an Kohlensäure im Wasser lösen (bei entsprechendem Druck). Beispielsweise reicht es aus, 200ml in einen 1l-Messbecher zu kippen, um ihn erst überschäumen zu lassen, einen dann vor die Aufgabe zu stellen den Tisch sauber zu machen, und während man noch nach dem Lappen rennt auch noch den Boden in Angriff zu nehmen (zumindest da war ich schneller).
Tjo, jetzt hab ich den Met erstmal wieder in den Gärballon gefüllt, wo hoffentlich die Kohlensäure so langsam raus geht. Dazu hat er noch ein bisschen Schwefel schlucken dürfen, damit er wirklich aufhört mit dem Mist.
Also, Warnung an alle, die Met oder ähnliches selber machen wollen: Gut konservieren! Prickelnder Met ist.. merkwürdig.
Eine Reaktion zu “Met mit Blubb”
Schrottfresse
Kommentar verfasst am 7. Dezember 2009 um 07:58 Uhr
ack!