War bis gerade eben im Kino, wo ich mich mit dem Film “Mein Führer” bekannt gemacht habe. Im Allgemeinen muss ich sagen, dass die gesamte Diskussion, die im Vorfeld so eifrig um diesen Film geführt wurde meiner Meinung nach totale Übertreibung war.
Die Frage, ob man sich über eine Person wie Hitler lustig machen darf, mag grundsätzlich gerechtfertigt sein. Allerdings breitete sich diese Diskussion so weit aus, wie es dieser Film meiner Meinung gar nicht verdient hat:
Gesamt lässt sich sagen, dass es Dani Levy gelingt einige recht amüsante Szenen zu provozieren, nicht zuletzt durch die von Helge Schneider gut gespielte Figur Hitlers selbst. Auch die Rolle des Juden, Adolf Grünbaum, ist gut besetzt, und kommt sehr passend rüber. Trotzdem fand ich, dass der Film sehr viele Schwachstellen enthielt, über die man nicht unbedingt lachen konnte. Die Verbindung zum dritten Reich selber ist dabei gar nicht mal so direkt vorhanden und somit auch nicht störend. Die Versuche, über alte Originalaufnahmen die Atmosphäre und die Zeit lebendiger rein zu bringen, wirkt dabei teilweise deplatziert und unpassend.
Historisch gesehen orientiert sich der Film interessanterweise immer wieder an Ankerpunkten der Geschichte, wodurch er sich geschichtlich ziemlich gut einbindet, auch wenn sicherlich viel Bedeutendes weggelassen wurde.
Abschließend würde ich sagen, dass es sich hierbei um einen Film handelt, den man angucken kann, aber nicht muss. Ins Kino gehen empfehle ich hierbei nicht, ich würde lieber warten bis er im Fernsehen gezeigt wird.
Woran es dem Film mangelt und wie man dies verbessern könnte ist sicherlich nicht einfach nennbar. Zu beachten ist, dass es sich hierbei trotz allen Abstandes um ein recht heikles Thema handelt, und vielleicht fehlt uns auch die Erfahrung mit solchen Filmen. Aber sicherlich wird es nun, nachdem einmal der erste Stein gelegt wurde, nicht bei dieser einen Komödie bleiben. Wir können also noch hoffen!
Gute Nacht!
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Vanny Kommentar