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Mein Blögchen für alles!

Just another WordPress weblog – but this one is mine
16. Jun 2011
14:16
Schwarmintelligenz
Posted by Astrodan under The Days Events - Keine Reaktion

Im Zusammenhang des Web 2.0, Wikipedia, leo oder bash wird in letzter Zeit öfters von der Schwarmintelligenz oder auch der Weisheit der Masse geredet. Dies mag ja in vielen Fällen zustimmen, scheint aber auch an einigen Stellen ein eher fehlerhafter Vergleich zu sein.

Möchte man beispielsweise herausfinden, wie der genaue Text des Werks “Hey Ho Let’s Go” von den Ramones (alternativ auch einer beliebiegen Coverband) so spuckt die allgemein bekannte Suchmaschine eine ganze Menge an Ergebnissen aus. Betrachtet man diese aber genauer so stellt man fest, dass es anscheinend entweder eine sehr umfangreiche Copy and Paste Szene gibt deren (Schwarm-)Intelligenz anscheinend nicht für einen kleinen Rechtschreibtest ausreicht. So findet man unter den Suchergebnissen estaunlich viele Einträge eines “Blitzkreig Bop”, von denen sogar ein großer Online-Versandhändler nicht verschont bleibt.

Auch Youtube bietet einige Videos an, der Vorteil hier ist, dass man unter den Kommentaren in der Regel Einen findet, welcher die wahren Begebenheiten um dieses misteriöse Wort aufklärt.

Also dann.. hey ho, let’s go!

15. Mai 2011
21:12
Koblenz: 160km
Posted by Astrodan under The Days Events - Eine Reaktion

Wenn man eine Fahrradtour macht ist es hin und wieder mal interessant zu wissen, wo man sich eigentlich aufhält. Ganz nett sind hierbei Hinweisschilder, die mitunter für Fahrräder, öfters aber auch nur für Autos auftauchen. Und für alle, die etwas mehr vorhaben, ist dabei auch gesorgt:

So kommt man – wenn man gerade beschlossen hat den Ort zu verlassen, wo offensichtlich der Pfeffer wächst (Krauthausen) an eine Kreuzung, die einen mit dem folgenden fröhlichen Schild begrüßt:

Koblenz: 160km

Da es etwas schlecht lesbar ist, auf dem Schild steht

Koblenz        160km
Kornelimünster   2km

Also, für alle die aus Krauthausen unbedingt nach Koblenz müssen: DAS ist der rechte Weg!

09. Mai 2011
22:43
Kritische Masse
Posted by Astrodan under The Days Events - Keine Reaktion

Die ursprünglich aus der Kernphysik bekannte kritische Masse ist ein gutes Beispiel für Elemente der Wissenschaft, die man auch in freier Wildbahn antreffen kann.

So kommt es beispielsweise zu dem Phänomen, dass ab einer Grundmenge an bestimmten Personen eine Neigung dazu besteht in die eigene Muttersprache zu verfallen. Unterhält man sich beispielsweise mit einer Spanierin gerade noch gemütlich in Englisch/Deutsch, so kann es vorkommen, dass im nächsten Augenblick weitere spanisch sprechende Individuen hinzukommen und die allgemeine Tendenz der linguistischen Mitteilungen eine stark spanische Note erhält.
Immerhin lernt man so wie sich ein nicht derart radioaktives Uran-Isotop in einem Kernreaktor fühlen muss. Generell weiß es was vorgeht, kommt aber eigentlich nicht mit. Und hin und wieder kriegt es mal ein Neutron hingeworfen.

Glücklicherweise gibt es im Gegensatz zum Uran bei Menschen die Möglichkeit  Sprache zu übersetzen. So kann man mit Hilfe anderer dann doch noch etwas mehr verstehen als beim ersten Versuch. Ob man das dann allerdings will weiß man meist erst hinterher. Spanier können auch komische Themen haben.

03. Mai 2011
17:11
Motivation
Posted by Astrodan under The Days Events - 2 Reaktionen

Ich habe ein Motivationsproblem bis ich ein Zeitproblem habe

(Anonym)

Ist der Satz, der spätestens seit der Ära der sozialen Netzwerke überall bekannt ist und den vermutlich jeder auch aus persönlicher Erfahrung kennt.

Allerdings handelt es sich bei der Zeit nicht um die einzige Art der Motivation. Sitzt man beispielsweise morgens noch in der Wohnung und überlegt, ob man sich nicht langsam doch fertig machen sollte um zur Uni zu fahren, so kann zumindest der Teil mit dem fertig werden ziemlich beschleunigt werden, wenn es plötzlich zweimal klingelt und von drei Stockwerken tiefer jemand ruft “Päckchen für Sie”. Steht man zu diesem Zeitpunkt mit der Zahnbürste vorm Spiegel so ist das übrigens nicht die optimale Ausgangslage, und drei Stockwerke vergehen verdammt schnell ;) .

Und nebenbei: Nur weil jemand anderes einem sagt, man solle sein Netzwerkkabel in grün bestellen, so ist es nicht immer eine gute Idee dem zu folgen. Die Vorstellung eines schönen, dunkel grüns löst sich nämlich ziemlich schnell auf, wenn man diese “ich-habs-seit-drei-Tagen-nicht-sauber-gemacht-und-jetzt-schimmelt-die-pampe-kotzgrün” sieht.
Wer jetzt beim Essen war: Mahlzeit!

04. Apr 2011
18:38
Studenten fangen
Posted by Astrodan under The Days Events - Keine Reaktion

Ein zwar alter, aber dennoch recht bekannter Tierfilm ist “Die lustige Welt der Tiere“. Dieser beinhaltet eine Szene, in der zum Zwecke der Wassersuche ein Affe gefangen wird.

Für alle, die den Film nicht kennen oder deren Gehirnwindungen ihn gerade nicht freigeben wollen, hier kurz das Prinzip:

Der durstige Wüstentourist sucht sich einen fröhlichen Affen. Zu bevorzugen sind neugierige Exemplare. Dieser darf dann zugucken, wie der Tourist den Osterhasen spielt und die Ostereier in einer kleinen engen Höhle versteckt. Der Affe, tierisch interessiert, rennt natürlich sofort hin und greift rein. Dabei werden aus den ehemals leeren und kleinen Affenhände voluminöse Fäuste, welche dummerweise nicht mehr durch die Öffnung passen. Kurz zusammengefasst wird der Affe dann festgebunden, mit Salz gefüttert und führt den mittlerweile verdursteten dann zur geheimen Wasserquelle.

Wie die Realität beweist, scheint dieses Vorgehen nicht nur dort so zu funktionieren wie beschrieben. So kommt es mitunter vor, dass man mit zwei Händen voll an Gegenständen durch ein Labor rennt, und dabei eine Tür durchschreiten muss. Nun ist leider nicht jede Tür dazu geneigt einen beim Gegenrennen den Weg frei zu machen, so dass der mitdenkende Student beschließen könnte, einfach ein paar Sachen in die Kitteltasche zu tun. Leider gibt es Gegenstände die sich dabei etwas verklemmen, so dass plötzlich die Hand in der Tasche eingeklemmt ist. Und loslassen kommt in so einem Fall schonmal gar nicht in Frage.

Der Assistent in Not hat nun leichtes Spiel, sich diesen Studenten zu schnappen und ihm Aufgaben aufzudrücken. Glücklicherweise bin ich ohne dies raus gekommen.

Ansonsten ist zu dieser Aktion noch zu sagen, dass es sich für Anfänger auch nicht eignet, mehr als 5 Kolben gleichzeitig in einer Hand tragen zu wollen, wenn man nicht den letzten Meter mit einem Sprung zur Ablage zurücklegen möchte.

03. Apr 2011
16:23
Verkaufsoffener Sonntag
Posted by Astrodan under The Days Events - Keine Reaktion

Dem durchschnittlichen deutschen Bürger stehen pro Woche sechs tage zur Verfügung, in denen er seinen Keller, Vorratsschrank und die Küche mit benötigten Produkten füllen kann. Mindestens einer dieser Tage taugt sogar zu ausgedehnteren Einkäufen um Kleider- und Schuhschränke zu füllen.

Der Mensch, von Natur aus als freies Wesen betrachtet, kann sich nun entscheiden an welchem Tag ihm diese Beschäftigung am Besten passt. So kommt es, dass Verkaufsstraßen meist an sonnigen Samstagen mit Leuten gefüllt sind, welche Geld in verwebte Kohlenwasserstoffketten umtauschen wollen.

Dies ist der Punkt, an dem der verkaufsoffene Sonntag ins Spiel kommt. Obwohl er sich im Normalfall nicht einmal durch den Anfangsbuchstaben vom Samstag unterscheidet, begeben sich hier dutzende Menschen ungeachtet des vorherrschenden Wetters auf die Jagd nach besitzenswerten Produkten.

Einkaufszone Aachen, 03.04.2011

Obiges (Handy-)Foto zeigt dieses Phänomen deutlich, wobei anzumerken ist, dass hierbei der Regen schon aufgehört hatte. Bleibt die Frage offen, warum der Sonntag ein so beliebter Einkaufstag ist, wenn doch der Samstag sogar das angenehmere Wetter geboten hat.

Der praktische Vorteil, den die Geschichte aber hat: Wenn einem zu einem ungünstigen Zeitpunkt das Deo ausgeht, kann man sich schnell noch retten und muss nicht befürchten am darauf folgenden Montag allein in der Mensa zu sitzen! Nur, dass ich bezweifel dass ein paar tausend Leute noch schnell Deo kaufen waren…

02. Feb 2011
00:43
Luwoge Praktikantenwohnheim Saarlandstraße
Posted by Astrodan under The Days Events, Ludwigshafen - Keine Reaktion

Nun, da meine Zeit in dem Wohnheim vorbei ist, habe ich beschlossen mal eine kleine Zusammenfassung zu schreiben. Als ich im September nach Informationen gesucht habe, war ja schließlich nicht all zu viel zu finden.

Also kurz zusammengefasst: Wer schnell eine Unterkunft sucht, um für ein paar Monate ein Dach über dem Kopf zu haben der wird hier fündig. Fließend Wasser gibt es auch, Heizung sind auch meist funktionstüchtig. Da hörts dann aber auch schon auf.  Aber ich glaub ich fange mal von vorne an.

Laut der vorhandenen Informationen heißt es ja immerhin, dass die Wohnung vermöbelt ist und auch die Putzfrau mit eingebaut ist. Fragt man dann nach der Küche, so erhält man die Auskunft, dass “eine Grundausstattung” vorhanden ist. Wie sich dann herausstellt, besteht diese Grundausstattung aus zwei Tellern, einer Tasse, einem Glas, und noch ein paar Porzellangegenstände, deren Verwendung mir nicht ganz klar geworden ist. Besteck sucht man normalerweise vergeblich, und Töpfe wären sowieso übertrieben.
Ich hatte dann allerdings Glück, und habe in meiner Schublade Besteck gefunden und im Schrank eine Pfanne. Den Rest an Bedarfsgütern musste ich mir allerdings nachliefern lassen.

Im Laufe der darauf folgenden Monate mag es vorkommen, dass mal etwas kaputt geht. Folgt man dem Vertrag, so darf man dieses etwas nicht selbsttätig reparieren, sondern muss sich bei der Luwoge melden. Soweit stellt dies auch kein Problem dar, man sollte sich nur darauf einstellen, dass die interne Kommunikation anscheinend leichte Schwierigkeiten macht. Als Anhaltspunkte: Die Reparatur einer kaputten Birne: 1-1,5 Monate. Die Reparatur der Heizung: 3 Tage (*yeah*). Reparatur des Vorhangs: 2,5 Monate. Alles natürlich nach mehreren Anrufen (zwei bis drei).
Das wäre auch direkt der erste Überlebenstipp: Mehrfach anrufen. Die Chance, dass man wen anders am anderen Ende hat als beim letzten Mal liegt bei ca. 110%, und somit kann man denen öfters was Neues erzählen. Das bereichert nicht nur deren Lebensinhalt, sondern manchmal auch das Telefonunternehmen. Und wenn man Glück hat, erreicht die Nachricht auch mal wen, der echt helfen kann.

Ansonsten ist es eigentlich ziemlich gut ertragbar da. Die Putzfrau kommt jeden Tag, und je nachdem wer gerade Putzfrau ist* liegt das Hauptaugenmerk der Reinigung auf verschiedenen Einrichtungsgegenständen, aber im Schnitt bleibt es eigentlich sauber. Das eigene Zimmer sollte man vielleicht hin und wieder fegen.
Wer Party machen will, und kein Problem damit hat mit beliebigen anderen Praktikanten was zu machen dürfte dort auch gut zurecht kommen.
Die Einrichtung ist zweckmäßig, die Backöfen allesamt eine Fehlkonstruktion und die Tür-/Fenstergriffe zur Hälfte falsch gepolt. Da kommts dann schonmal vor, dass man sich am Backofen verbrennt oder die Balkontür in der Hand hält. Nichts, womit man nicht zurecht kommen würde, aber auch nichts, was einem (wie mir) nur einmal passiert.

Irgendwann kommt es dann zum Auszug. Auch hier greift das Thema Kommunikation wieder nicht so gut, man sollte immer davon ausgehen, dass die Info nicht durchgekommen ist. So passiert es dann, dass man im Zimmer sitzt, und die putzende Dame nachdem man sie anspricht einem mitteilt, dass sie zwar für die Übergabe verantwortlich ist, aber nichts davon weiß.
Hier klärt sich dann aber auch, warum man keine Küchenausrüstung vorfindet. Das von meinem Vormieter geerbte und meinen Nachmieter zu vererbende Besteck lag nach wie vor nichtsahnend im dazu gehörigen Schubkasten. Als es dann während der Kontrolle das Licht der großen weiten Welt erblickte, musste ich zugeben, dass es nicht meines ist, ich es nicht mitnehmen wolle, und ich es dort auch nur vorgefunden habe. Darauf hin wurde es – weil so etwas ja nicht sein darf – in den Müll geworfen.. ich war etwas zu überrascht um schnell eine Präsentation zu verfassen und meine Einwände zu präsentieren.

Damit war dann meine Zeit dort auch beendet, und ich flüchtete wieder dorthin, wo ich wenigstens selbst dafür zuständig bin, wenn etwas mehrere Monate nicht repariert wird.


* Entweder gibt es dort einen höllischen Verschleiß, oder ein mir bisher unbekanntes Rotationssystem.