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Mein Blögchen für alles!

Just another WordPress weblog – but this one is mine
02. Feb 2011
00:43
Luwoge Praktikantenwohnheim Saarlandstraße
Posted by Astrodan under The Days Events, Ludwigshafen - Keine Reaktion

Nun, da meine Zeit in dem Wohnheim vorbei ist, habe ich beschlossen mal eine kleine Zusammenfassung zu schreiben. Als ich im September nach Informationen gesucht habe, war ja schließlich nicht all zu viel zu finden.

Also kurz zusammengefasst: Wer schnell eine Unterkunft sucht, um für ein paar Monate ein Dach über dem Kopf zu haben der wird hier fündig. Fließend Wasser gibt es auch, Heizung sind auch meist funktionstüchtig. Da hörts dann aber auch schon auf.  Aber ich glaub ich fange mal von vorne an.

Laut der vorhandenen Informationen heißt es ja immerhin, dass die Wohnung vermöbelt ist und auch die Putzfrau mit eingebaut ist. Fragt man dann nach der Küche, so erhält man die Auskunft, dass “eine Grundausstattung” vorhanden ist. Wie sich dann herausstellt, besteht diese Grundausstattung aus zwei Tellern, einer Tasse, einem Glas, und noch ein paar Porzellangegenstände, deren Verwendung mir nicht ganz klar geworden ist. Besteck sucht man normalerweise vergeblich, und Töpfe wären sowieso übertrieben.
Ich hatte dann allerdings Glück, und habe in meiner Schublade Besteck gefunden und im Schrank eine Pfanne. Den Rest an Bedarfsgütern musste ich mir allerdings nachliefern lassen.

Im Laufe der darauf folgenden Monate mag es vorkommen, dass mal etwas kaputt geht. Folgt man dem Vertrag, so darf man dieses etwas nicht selbsttätig reparieren, sondern muss sich bei der Luwoge melden. Soweit stellt dies auch kein Problem dar, man sollte sich nur darauf einstellen, dass die interne Kommunikation anscheinend leichte Schwierigkeiten macht. Als Anhaltspunkte: Die Reparatur einer kaputten Birne: 1-1,5 Monate. Die Reparatur der Heizung: 3 Tage (*yeah*). Reparatur des Vorhangs: 2,5 Monate. Alles natürlich nach mehreren Anrufen (zwei bis drei).
Das wäre auch direkt der erste Überlebenstipp: Mehrfach anrufen. Die Chance, dass man wen anders am anderen Ende hat als beim letzten Mal liegt bei ca. 110%, und somit kann man denen öfters was Neues erzählen. Das bereichert nicht nur deren Lebensinhalt, sondern manchmal auch das Telefonunternehmen. Und wenn man Glück hat, erreicht die Nachricht auch mal wen, der echt helfen kann.

Ansonsten ist es eigentlich ziemlich gut ertragbar da. Die Putzfrau kommt jeden Tag, und je nachdem wer gerade Putzfrau ist* liegt das Hauptaugenmerk der Reinigung auf verschiedenen Einrichtungsgegenständen, aber im Schnitt bleibt es eigentlich sauber. Das eigene Zimmer sollte man vielleicht hin und wieder fegen.
Wer Party machen will, und kein Problem damit hat mit beliebigen anderen Praktikanten was zu machen dürfte dort auch gut zurecht kommen.
Die Einrichtung ist zweckmäßig, die Backöfen allesamt eine Fehlkonstruktion und die Tür-/Fenstergriffe zur Hälfte falsch gepolt. Da kommts dann schonmal vor, dass man sich am Backofen verbrennt oder die Balkontür in der Hand hält. Nichts, womit man nicht zurecht kommen würde, aber auch nichts, was einem (wie mir) nur einmal passiert.

Irgendwann kommt es dann zum Auszug. Auch hier greift das Thema Kommunikation wieder nicht so gut, man sollte immer davon ausgehen, dass die Info nicht durchgekommen ist. So passiert es dann, dass man im Zimmer sitzt, und die putzende Dame nachdem man sie anspricht einem mitteilt, dass sie zwar für die Übergabe verantwortlich ist, aber nichts davon weiß.
Hier klärt sich dann aber auch, warum man keine Küchenausrüstung vorfindet. Das von meinem Vormieter geerbte und meinen Nachmieter zu vererbende Besteck lag nach wie vor nichtsahnend im dazu gehörigen Schubkasten. Als es dann während der Kontrolle das Licht der großen weiten Welt erblickte, musste ich zugeben, dass es nicht meines ist, ich es nicht mitnehmen wolle, und ich es dort auch nur vorgefunden habe. Darauf hin wurde es – weil so etwas ja nicht sein darf – in den Müll geworfen.. ich war etwas zu überrascht um schnell eine Präsentation zu verfassen und meine Einwände zu präsentieren.

Damit war dann meine Zeit dort auch beendet, und ich flüchtete wieder dorthin, wo ich wenigstens selbst dafür zuständig bin, wenn etwas mehrere Monate nicht repariert wird.


* Entweder gibt es dort einen höllischen Verschleiß, oder ein mir bisher unbekanntes Rotationssystem.

08. Okt 2010
23:32
Praktikum – Prolog
Posted by Astrodan under The Days Events, Ludwigshafen - Keine Reaktion

Es ist Freitag, der 01.10.2010, ca. 7:30 Uhr. Ein Menschenmenge bestehend aus ca. 40 zukünftigen Praktikanten sammelt sich an Tor 7 der BASF in Ludwigshafen. Personen in Jeans und Kapuzenpulli, in Hose und Hemd, in Anzug und Krawatte stehen versammelt in einem Raum, der sicherlich nicht für solche Mengen an Personen ausgelegt wurde. Doch der Himmel ist grau und trübe, und Regentropfen fallen auf den grauen Asphalt der Anilinfabrikstraße und drinnen ist bekannterweise nicht draußen.

Der Werksschutz verteilt Ersatzausweise an alle angekündigten Praktikanten. Der Prozess – Name auf Liste? Ausweis! Bitte warten.. – geht zügig vorwärts. Danach geht es weiter zum Gebäude auf der anderen Straßenseite, hier findet das onboarding statt. Onboarding – neudeutsch für “wir zeigen Ihnen wer wir sind, wo sie arbeiten, auf was sie achten müssen, und dass das total langweilig ist, weil sie die Unterlagen dazu schon gelesen haben müssen”. Immerhin ist es in dem Gebäude warm, trocken, und es gibt ein bisschen was zu Essen.
Eine Vorstellungsrunde wird dazu genutzt, dass jeder zumindest einmal die Namen erfährt, die er innerhalb der nächsten paar Tage sowieso wieder vergessen wird.

Die darauf folgenden Formalitäten sind schon fast als spannend zu werten, und der Weg zur Ausweisstelle ist zumindest so weit, dass man danach zwangsweise wieder wach ist. Nach einem eiligen Zusammenfegen der verwirrt guckenden Haare und einem Lächeln für die Kamera geht es jedoch schon wieder zurück. Ab hier beginnt die geheime Reise in das Land des Praktikums.. eine Geschichte unter den Informationsschutzgesetzen einer Firma.

30. Sep 2010
20:27
Auf in den Süden!
Posted by Astrodan under The Days Events, Ludwigshafen - Keine Reaktion

Der Süden. Da wo der Regen trockener und die Temperatur wärmer ist.
In diesem speziellen Fall Ludwigshafen.  Für alle geografisch weniger talentierten, Ludwigshafen ist weder der kleine Bruder von Bremerhaven, noch ist es mit Friedrichshafen verwandt. Die größte Ähnlichkeit ist vermutlich noch, dass alle am Wasser liegen.

Da man mich morgen zu einer unmenschlichen Zeit  erwartet, ich aber noch keine Wohnung habe, ist meine aktuelle Herberge ziemlich präzise eine solche. Die Jugendherberge Mannheim liegt in wunderschöner Lage, den Rhein in Wurfreichweite, das Mannheimer Schloss um die Ecke, und den Schlossgarten gleich nebenan. Das Gebäude an sich hingegen ist in keiner so großartigen Lage. Die Zimmer sind ein Ebenbild meiner Vorstellung einer tausendjährigen Dschinn-Lampen-WG, der Aufenthaltsraum hat sagenhafte zwei Steckdosen. Allerdings renovieren sie gerade, also vielleicht wird da noch was draus.

Lustigerweise bin ich nicht der einzige Vogel, der um diese Zeit mit seinem Laptop im Aufenthaltsraum sitzt und irgendwelche Sachen macht. Offensichtlich gibt es eine ganze Reihe an Leute, die erst die nächsten Tage ein Zimmer kriegen, und bis dahin in der Jugendherberge übernachten.

So, das wäre dann erstmal ein Bericht. Ab morgen überlege ich mir vielleicht was Neues.

Ach ja.. und falls der Regen hier echt trockener ist, möchte ich nicht weiter nördlich wohnen. Sauwetter.