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Nun, da meine Zeit in dem Wohnheim vorbei ist, habe ich beschlossen mal eine kleine Zusammenfassung zu schreiben. Als ich im September nach Informationen gesucht habe, war ja schließlich nicht all zu viel zu finden.
Also kurz zusammengefasst: Wer schnell eine Unterkunft sucht, um für ein paar Monate ein Dach über dem Kopf zu haben der wird hier fündig. Fließend Wasser gibt es auch, Heizung sind auch meist funktionstüchtig. Da hörts dann aber auch schon auf. Aber ich glaub ich fange mal von vorne an.
Laut der vorhandenen Informationen heißt es ja immerhin, dass die Wohnung vermöbelt ist und auch die Putzfrau mit eingebaut ist. Fragt man dann nach der Küche, so erhält man die Auskunft, dass “eine Grundausstattung” vorhanden ist. Wie sich dann herausstellt, besteht diese Grundausstattung aus zwei Tellern, einer Tasse, einem Glas, und noch ein paar Porzellangegenstände, deren Verwendung mir nicht ganz klar geworden ist. Besteck sucht man normalerweise vergeblich, und Töpfe wären sowieso übertrieben.
Ich hatte dann allerdings Glück, und habe in meiner Schublade Besteck gefunden und im Schrank eine Pfanne. Den Rest an Bedarfsgütern musste ich mir allerdings nachliefern lassen.
Im Laufe der darauf folgenden Monate mag es vorkommen, dass mal etwas kaputt geht. Folgt man dem Vertrag, so darf man dieses etwas nicht selbsttätig reparieren, sondern muss sich bei der Luwoge melden. Soweit stellt dies auch kein Problem dar, man sollte sich nur darauf einstellen, dass die interne Kommunikation anscheinend leichte Schwierigkeiten macht. Als Anhaltspunkte: Die Reparatur einer kaputten Birne: 1-1,5 Monate. Die Reparatur der Heizung: 3 Tage (*yeah*). Reparatur des Vorhangs: 2,5 Monate. Alles natürlich nach mehreren Anrufen (zwei bis drei).
Das wäre auch direkt der erste Überlebenstipp: Mehrfach anrufen. Die Chance, dass man wen anders am anderen Ende hat als beim letzten Mal liegt bei ca. 110%, und somit kann man denen öfters was Neues erzählen. Das bereichert nicht nur deren Lebensinhalt, sondern manchmal auch das Telefonunternehmen. Und wenn man Glück hat, erreicht die Nachricht auch mal wen, der echt helfen kann.
Ansonsten ist es eigentlich ziemlich gut ertragbar da. Die Putzfrau kommt jeden Tag, und je nachdem wer gerade Putzfrau ist* liegt das Hauptaugenmerk der Reinigung auf verschiedenen Einrichtungsgegenständen, aber im Schnitt bleibt es eigentlich sauber. Das eigene Zimmer sollte man vielleicht hin und wieder fegen.
Wer Party machen will, und kein Problem damit hat mit beliebigen anderen Praktikanten was zu machen dürfte dort auch gut zurecht kommen.
Die Einrichtung ist zweckmäßig, die Backöfen allesamt eine Fehlkonstruktion und die Tür-/Fenstergriffe zur Hälfte falsch gepolt. Da kommts dann schonmal vor, dass man sich am Backofen verbrennt oder die Balkontür in der Hand hält. Nichts, womit man nicht zurecht kommen würde, aber auch nichts, was einem (wie mir) nur einmal passiert.
Irgendwann kommt es dann zum Auszug. Auch hier greift das Thema Kommunikation wieder nicht so gut, man sollte immer davon ausgehen, dass die Info nicht durchgekommen ist. So passiert es dann, dass man im Zimmer sitzt, und die putzende Dame nachdem man sie anspricht einem mitteilt, dass sie zwar für die Übergabe verantwortlich ist, aber nichts davon weiß.
Hier klärt sich dann aber auch, warum man keine Küchenausrüstung vorfindet. Das von meinem Vormieter geerbte und meinen Nachmieter zu vererbende Besteck lag nach wie vor nichtsahnend im dazu gehörigen Schubkasten. Als es dann während der Kontrolle das Licht der großen weiten Welt erblickte, musste ich zugeben, dass es nicht meines ist, ich es nicht mitnehmen wolle, und ich es dort auch nur vorgefunden habe. Darauf hin wurde es – weil so etwas ja nicht sein darf – in den Müll geworfen.. ich war etwas zu überrascht um schnell eine Präsentation zu verfassen und meine Einwände zu präsentieren.
Damit war dann meine Zeit dort auch beendet, und ich flüchtete wieder dorthin, wo ich wenigstens selbst dafür zuständig bin, wenn etwas mehrere Monate nicht repariert wird.
* Entweder gibt es dort einen höllischen Verschleiß, oder ein mir bisher unbekanntes Rotationssystem.