Es ist schon merkwürdig, was man sich manchmal wünscht. Nehmen wir das Beispiel einer Fahrradtour (bei der Regen durchaus eingeplant war):
Es ist trocken, man ist auf dem Weg zum Treffpunkt. Der Weg ist langweilig und man will endlich ankommen. Dann geht die eigentliche Tour los, leider stehen einige Berge im Weg. Die Anstiege sind zwar mitunter spaßig, aber dennoch wünscht man sich an jeder Steile oben anzukommen. Schlimmer noch, wenn die Streckenhoch sich lange ziehen.
Irgendwann kann es dummerweise passieren, dass man plötzlich nichts mehr zu trinken hat. Die Steigungen sind egal, aber vielleicht ist dahinter ja ein Supermarkt? Also schnell hoch. Da ist jedoch keiner, also fährt man einfach weiter. Die Strecke ist zu langweilig, nicht matschig genug. Warum trage ich eigentlich Regensachen, ist doch nur sau warm darunter und es regnet gar nicht. Na gut, hoffen wir auf einen besseren Weg.
Man entdeckt einen Weg, der interessanter aussieht. Man biegt ab, und stürzt, rutscht und fliegt erstmal ein paar Meter weiter. Cool. Aber ein bisschen befahrbarer wäre nett. Am Ende eine Wiese. Mit Brennsesseln. Plötzlich war der langweilige Weg doch irgendwie der Schönere. Doch irgendwann hat man auch die Wiese wieder verlassen, sich das Grünzeug aus den Haaren gefischt und die Brennesselstiche ignoriert. Der Weg besteht wieder aus festem Boden. War doch ganz lustig, so etwas in der Art wäre doch nochmal toll.
Übrigens, der Weg ist langweilig, da hinten ist wieder ein Berg, den könnten wir fahren.
Schließlich fängt es doch noch an zu regnen. Nervt irgendwie. Ich hab immernoch nichts getrunken, aber es regnet. Keine Lust jetzt irgendwo was zu besorgen. Außerdem bin ich wegen dem blöden Matsch dreckig und kann doch so nicht in den Laden rein.
Die Regenjacke fängt an durchlässig zu werden. Blöder Regen. Nachher ne Pause und was essen und trinken, im Trockenen. Das T-Shirt ist durchnässt. Trinken? Unwichtig. Essen? Egal. Trocken? Nen trockenes Plätzchen wäre nett. – Fünfzehn Minuten später: Nach Hause. Ich will raus aus dem Regen, der ist nass. Gebt mir eine Dusche! – Noch später: Ich will nach Hause, Duschen, Trinken, Essen. Zeitgleich.
Die Supermärkte an der Strecke sind egal.
Kurz vor zu Hause: Meine Sattel ist unbequem. Ich will auf was Normalem sitzen, und Baden. Und ich hab Durst. Nicht die Arme bewegen, die sind nass.
Zu Hause: Sitzen tut weh. Ich will nicht beim Essen sitzen müssen. Ich will nicht baden, dazu muss ich die Treppe hochgehen. Ich will nicht nass bleiben. Dagegen müsste ich allerdings auch die Treppe hochgehen. Trägt mich wer? [Antwort war leider ein schweigendes, implizites nein]
Dann: Ich will Süßes. Ich will Essen. Gibt leider nichts Süßes. Aber es gibt Abendessen. Nach einem Teller: Ich hab keinen Hunger. Halbe Stunde später: Ich will was essen..
Das Leben kann so verdammt kompliziert sein, wenn das passiert, was man sich wünscht.. 
(Übertreibungen inklusive, aber von der Idee her passt es ganz gut)